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Impulse
Im Puls des Neuwerdens...
Zur Fastenzeit
DER DIE KNOSPE ÖFFNEN KANN
Nein: nicht euch ist es bestimmt,
die Knospen zu erschließen zu Blüten.
Schüttelt die Knospe, schlagt sie;
es geht über eure Macht,
sie zum Blühen zu bringen.
Eure Berührung beschmutzt sie,
ihr zerreißt sie in Stücke
und werft sie in den Staub.
Aber keine Farben erscheinen und kein Duft.
Ach! Nicht euch ist es bestimmt,
die Knospen zu erschließen zu Blüten.
ER, der die Knospe öffnen kann, tut es einfach.
ER schenkt ihr einen Blick,
und der Lebenssaft strömt durch die Adern.
Auf SEINEN Hauch breitet die Blume ihre Flügel
und flattert in den Wind.
Farben brechen heraus wie Sehnsüchte,
der Duft verrät ein süßes Geheimnis.
ER, der die Knospe öffnen kann, tut es einfach.
Rabindranath Tagore
... Worte, die den Weg weisen können
in der Fastenzeit:
mich lassen können, mir Zeit lassen können
zum Wachsen.
Nicht meine Leistungen sind gefragt,
ich habe keine Erfolge zu verbuchen,
wenn es um Um-Kehr geht,
um Umdenken,
um Wendepunkte in meinem Leben.

GOTT ist es, der wendet,
der wirkt,
der neues Leben schenkt,
neues Denken, neue Sichtweisen.

Nur hinhalten,
"nur" -
wie schwer es ist,
mich "nur" hinhalten,
loslassen und vertrauen
bereit für das Wunder,
das er in mir und für mich wirken will.

ER richtet mich auf, schenkt mir seinen Blick
und lässt Lebenssaft durch meine Adern strömen..
Mich hinhalten wie eine Knospe,
frühlingsgleich aufblühen dürfen,
zart, kraftvoll, lebenshungrig,
zur Entfaltung kommen
geschehen lassen,
weil da EINER ist,
der in mir geschieht,
sich ereignet
in der Maßlosigkeit seiner Liebe.
Nicht mehr festhalten wollen,
mich der Führung überlassen,
mich anschmiegen an Seinen Lebenswillen,
mich anschmiegen ans Leben,
an GOTT, der ein Freund des Lebens ist (Weisheit 11,26).
Aufblühen unter dem Tau Seiner Gnade.
Der Tau, diese leise Gottesflut,
immer netzt sie die Erde neu.
"Tau netzt die Erde segensschwer",
so singen wir Schwestern in einem Hymnus.
Tau netzt die Erde segensschwer.
Auch mich.
Dich.
Manchmal ganz verborgen.
Die leisen klaren Perlen trocknen ein,
ohne ihrer bewusst geworden zu sein.
Vielleicht erst Zeiten später,
wenn ahnend kleine Salzkrusten auf den Lippen
und im Herzen brennen.
Wenn leise Erinnerungen zu erzählen beginnen
von den stillen Wundern GOTTES,
von SEINER Schönheit und Größe,
die an mir, in mir geschehen,
geht mir ein Licht auf.
"Denn der Tau, den Du sendest, ist wie ein Tau des Lichts."
(Jes 26,19)
ER, der die Knospe öffnen kann, tut es einfach.